Hausstaubmilbenallergie

Hausstaubmilbenallergie

Hausstaubmilben sind winzige Tierchen, die sich von Hautschuppen der Menschen ernähren. Ihr idealer Lebensraum ist das menschliche Bett, Teppiche, Vorhänge und Polstermöbel. Inbesondere im Herbst/Winter erhöht sich der Anteil der Milben im Wohnraum immens.

Die Hausstaubmilbe ist mit etwa 25% der zweit häufigste Allergieauslöser.

Symptome

Allergische Beschwerden machen sich am häufigsten an der Haut und den Schleimhäuten bemerkbar, oftmals begleitet von Allgemeinbeschwerden wie Abgeschlagenheit, Lustlosigkeit und Erschöpfung.

Eine Rötung, Schuppung, Quaddelbildung und Juckreiz (Urtikaria) an der Haut sind charakteristische Symptome einer Allergie. Die Reaktion an den Nasenschleimhäuten führt zu einer wässrigen Sekretion, einer verstopften Nase, Niesen und Juckreiz.

An den Augen kann eine Rötung, Tränen sowie ein Juckreiz auftreten. Nicht selten ist das Gewebe der Augenlider geschwollen.

Hals und Rachen können kratzig sein, ein vermehrter Schleimfluss und entzündliche Vorgänge begünstigen eine begleitende Heiserkeit.

Die Lunge kann mit einer gefährlichen Verengung der Bronchien und einer Luftnot reagieren.

Im Gegensatz zum Pollenallergiker leidet der Hausstaubmilben-Allergiker das ganze Jahr unter den aufgeführten Symptomen.

Wie kann man sich schützen?

  1. Bettwäsche bei 60° oder 90° Grad waschen
  2. spezielle Sprays für Teppichböden, Matratzen und Polstermöbel benutzen. Im Handel erhältlich
  3. 2x tägliches Stoßlüften (Fenster auf für 10 min)
  4. Matratzen regelmäßig lüften, falls möglich Sonneneinstrahlung gewährleisten
  5. speziellen milbendichten Matratzenbezug benutzen (sog. Encasings)
  6. Staubfänger wie Teppiche, schwere Vorhänge, offene Regale, Plüschtiere entsorgen
  7. Luftbefeuchter und Pflanzen aus dem Schlafzimmer entfernen
  8. Plüschtiere z.B. in der Tiefkühltruhe über Nacht einfrieren – so werden Milben abgetötet
  9. Ein Milbenallergiker sollte sich möglichst keine Haustiere anschaffen

Wie erkennt man eine Allergie?

Wir können durch spezielle Untersuchungen, z.B. einem Pricktest (Hauttest) oder eine Blutentnahme eine Allergie diagnostizieren und  eine  Therapieempfehlung aussprechen.

Bei einem positivem Test empfehlen wir eine Hyposensibilisierung. Dabei wird der Körper zunächst wöchentlich, dann in kürzeren Abständen mit dem Allergen gespritzt, sodass sich das Immunsystem im Laufe der Behandlung an diese gewöhnt und Antikörper bildet. Die Hyposensibilisierung kann bis zu drei Jahre dauern.

Wir führen keine Hyposensibilisierung in unserer Praxis durch, können Ihnen jedoch kompetente HNO-Kollegen empfehlen, die diese Leistung erbringen.